Für den zweiten Weihnachtsfeiertag habe ich mich für einen Schnitt aus dem Buch „Geschickt eingefädelt“ entschieden. Das Wickelkleid passt hervorragend zu den Tagen der Völlerei und passt sich den jeweiligen Umständen perfekt an ;-) Vor dem Braten noch eng, lässt es sich danach problemlos lockerer binden und schon ist auch wieder Platz für die Nachspeise!

Für die Stoffwahl hatte mich Mr. Right extra begleitet, allerdings war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst auf welche „hilfreichen“ Kommentare ich mich hätte einstellen müssen *g* Von „das sieht aus wie eine Tapete“, bis „nimm doch den mit den kleinen süßen Einhörnern“ war wirklich alles dabei. Am Ende verließ ich den Laden ohne irgendetwas gekauft zu haben, dafür aber mit eigen Erfahrungen in Sachen „Männern“ reicher. Zwei Tage später bin ich nochmal los, Mr. Right „durfte“ dieses Mal zu Hause bleiben – und siehe da – ich hab einfach etwas genommen, das mir gefällt ;-)

Bei der Größenwahl habe ich mich an die im Buch angegebene Tabelle gehalten – dort wird bereits vorgewarnt, dass die Angaben nicht zu den typischen Kauf-Konfektionsgrößen passen, sondern eher darüber liegen. Eine Abweichung von bis zu 2 Größen sei daher wahrscheinlich. Daher war ich auch nicht überrascht und habe das Muster in 42 zugeschnitten – das fertige Kleid ist mir nun allerdings doch wesentlich zu groß. Dank der Wickeloptik lässt sich das ganz gut kaschieren, doch für das nächste Wickelkleid werde ich ein bis zwei Nummern kleiner zuschneiden.

Das Wickelkleid im Detail

Laut Buch sollen die offenen Kanten des Kleides mit Schrägband eingefasst werden. Hierfür hatte ich mir ein Lederband angefertigt. Nach gefühlten 2 Stunden Arbeit (das Leder musste ich immer und immer wieder neu legen, damit es sauber sitzt) hat mir das Ergebnis leider überhaupt nicht gefallen. Obwohl ich sehr genau darauf geachtet hatte, weder am Stoff, noch am Band zu ziehen, wellte sich der Ausschnitt schrecklich. Farblich hat das rote Band  super gepasst, aber mit dem Resultat war ich einfach nicht zufrieden – also wieder runter damit (wieder gefühlte 2 Stunden aufgetrennt). Da das Kleid eh zu groß ist, habe ich kurzerhand die Kanten einfach umgeschlagen und mit der Cover abgesteppt. Dadurch wurde der Ausschnitt zwar etwas größer, aber mit einem kleinen Top drunter ist das überhaupt nicht schlimm.

Wickelkleid Vollansicht

Fotograf: Sichtfabrik

Auf dem ersten Bild erkennt man gut die Kellerfalte auf Hüfthöhe. Erst nach einem Hinweis und dem späteren Vergleich mit dem Foto im Buch erkennt man, dass die Falte im Buch ca. 5cm zugenäht wurde. Leider wurde dies im Text nicht als Tipp erwähnt, evtl. passe ich hier aber nochmal etwas an, je nach dem wie man gerade steht, kann die Falte (so wie oben im Bild) doch etwas aufklappen.

Mit dem End-Ergebnis bin ich dennoch sehr zufrieden, das Wickelkleid ist super bequem – ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ich würde mich „entwickeln“ und plötzlich ohne Kleid dastehen.

Wickelkleid Ausschnitt

Fotograf: Sichtfabrik

 

Besonders gut gefallen mir die Falten an den Schultern, durch sie fällt das Oberteil viel schöner und das Wickelkleid wirkt eleganter.

Wickelkleid Schulterfalte

Fotograf: Sichtfabrik

 

Wickelkleid Detailansicht Knoten

Fotograf: Sichtfabrik

 

Wickelkleid Knoten

Fotograf: Sichtfabrik

 

Wickelkleid Ansicht Seite

Fotograf: Sichtfabrik

 

Wickelkleid Vorderansicht

Fotograf: Sichtfabrik

 

Neben dem Bleistiftrock, ist das Wickelkleid mein zweiter Schnitt aus dem Buch. Habt ihr euch auch bereits an dem ein oder anderen Modell versucht? Ich freue mich über Kommentare & Links zu euren Werken!

 

Einen schönen Donnerstag!
Sonja

 


Schnitt: Wickelkleid aus dem Buch „Geschickt eingefädelt – Das große Nähbuch mit Guido Maria Kretschmer“
Stoff: Miss Flavour (orange/türkis) von Hamburger Liebe (gefunden bei brinarina)
Größe: 42
Halskette von Schnäheule

 

Verlinkt zu: RUMS (#9), Weihnachtszauber 2015Lieblingsstück4MeWeihnachtsfreuden 2015, crealopee, Meertje

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